Opera / Theatre

VIVID Grand Show Berlin

Christie Pandoras Box shines at the VIVID Grand Show in Berlin's Friedrichstadt-Palast.

 

 

Christie Pandoras Box und die Videoinstallation der VIVID Grand Show

VIVID Grand Show erzählt die Geschichte eines Mädchens, das von seinem Vater getrennt und in eine Androidin verwandelt wird. Doch obwohl sie fremdgesteuert ihr Dasein fristet, ist ihr Freiheitsdrang stärker: Sie bricht aus und entdeckt die Welt neu.

 

 

Anders als bei Musicals soll sich der Inhalt bei Revueshows dem Zuschauer allein aufgrund einer bildlichen Erzählweise erschließen. Der vom Studio Maxin10sity entworfene Content setzt daher auf eine starke, kontrastreiche Bildsprache: Die verschiedenen Bühnenbilder zeigen die unterschiedlichen Orte, die R’eye, so der Name der Protagonistin, auf ihrer Reise entdeckt. Hierfür spielte das Kreativteam mit immersiven Projektionen und Mappings. Für die Programmierung der Videoshow, die Mediensteuerung und die Zuspielung des Videocontents setzte Christie-Partner loop light auf fünf Christie Pandoras Box Quad Server, zwei Pandoras Box Quad Player, zwei Pandoras Box Manager und den Pandoras Box Widget Designer​ zum Schalten der Backups und Kreuzschiene, wobei das komplette System redundant ausgelegt war.

 

 

„VIVID Grand Show ist eine der technisch anspruchsvollsten Shows, die je am Friedrichstadt-Palast aufgeführt wurden“, so beschreibt es Franz-Josef Münzenbrock, Technischer Direktor des renommierten Berliner Showtheaters Friedrichstadt-Palast, welches die größte Theaterbühne der Welt beherbergt. Für die technisch perfekte Umsetzung der Videoabläufe bei der aktuellen Produktion sorgt die Hard- und Software der Christie Pandoras Box.

Im Saal befinden sich über den Zuschauerrängen die Technikräume: Unter anderem die Lichtregie und daneben der Bildwerferraum mit den Servern. Von dort aus werden unter anderem Aufprojektionen gesteuert. Dabei ist in der Lichtregie sogar noch ein Relikt aus der ruhmreichen Vergangenheit des Hauses im Einsatz: das Original-Schaltpult aus dem Jahre 1984 wird noch für hausinterne Zwecke genutzt.

 

Christopher „Fletch“ Flügel, der das Projekt von Seiten loop light betreute, erläutert: Wir haben die Kollegen vor Ort geschult und bei der Einrichtung des Systems unterstützt.“ Zudem habe man das hochauflösende 3D-Mapping auf die verschiedenen Strukturen der Bühne und der Außenbereiche erstellt, die über 24 Projektoren ausgespielt werden.

 

 

Exaktes Arbeiten im 3D-Raum mit Christie Pandoras Box

Damit die perfekte Illusion beim Videomapping gelingt, musste die Position der Projektoren im Raum mit einem 3D-Laser vermessen und dann exakt im 3D-Raum von Pandoras Box positioniert werden. „Alle Strukturen haben 3D-Objekte, die ebenfalls exakt im 3D-Raum von Pandoras Box positioniert wurden“, so Flügel.

Eines der Highlights der Show stellt eine Videoprojektion auf eine Scheibe am Boden dar, die sich dann in einem 30-Grad-Winkel aufstellt. Durch die exakte Vermessung im 3D-Raum und der Platzierung des 3D-Objekts konnte das Mapping beim Heben und Senken der Scheibe animiert werden.

In einer Showszene sollte eine Art „Tracking-Effekt“ auf von Tänzern bewegte Flächen erzielt werden. Dabei wurden die Effekte – entgegen der sonst per Lichtpult gesteuerten Show - direkt auf die Timeline programmiert, ohne dass ein eigentliches Trackingsystem im Einsatz war. Flügel: „Auch hier funktionierte die Symbiose zwischen Mensch und Maschine super, die Tänzer waren einfach spitze“.

Seine volle Stärke konnte Pandoras Box besonders beim Warpen der Bilder ausspielen. So sollte für das Warpen eines Gesichts zunächst ein anderer Medienserver zum Einsatz kommen. Dieser konnte das Objekt jedoch nicht artefaktfrei ausspielen. Daher habe man nun auch für dieses Showelement den Pandoras Box Quad Server im Einsatz.

 

Riesenerfolg zum 100-jährigen Jubiläum

Christie Pandoras Box konnte bei der aktuellen VIVID Grand Show am Berliner Friedrichstadt-Palast, der in diesem Jahr zudem sein 100-jähriges Bestehen feiert, erneut als hochperformante Komplettlösung und Schnittstelle zwischen Projektion, Bildcompositing und Mediensteuerung überzeugen.

Christopher Flügel zeigt sich zufrieden: „Sowohl die Zusammenarbeit mit dem Team vor Ort als auch die technische Umsetzung der gesamten Show haben sehr gut funktioniert.“

Auch Franz-Josef Münzenbrock zieht ein positives Resümee: „Wir versuchen bei unseren Shows immer aktuelle und innovative Technik zu benutzen. Auch diesmal ist unserem Team das wieder sehr gut gelungen; die Fehlerquote war wie immer sehr gering“.

Zum Jubiläum hat sich das Traditionshaus daher mit der neuen Show selbst das schönste Geschenk gemacht. Bis ins nächste Jahr können die Besucher das Spektakel noch in Berlin erleben.