Touren / Konzerte

Rea Garvey NEON Tour 2018

Bei der „NEON“-Tour des irischen Musikers Rea Garvey sorgten ein Christie® Boxer 4K30 und ein Christie Crimson WU25 in Kombination mit Christie Pandoras Box für eine Live-Show, die Musik und Video in perfekter Einheit miteinander verschmelzen ließ.

Maximale Flexibilität und eine Bühnenshow, die Licht & Video als aktives Medium einsetzt, das wünschte sich Licht- & Setdesigner Christian „Rocketchris“ Glatthor von REA GARVEY`s Neon Live Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Für den Bereich Video zeichneten Matt Finke und sein Team von loop light verantwortlich. In Sachen Projektionstechnik gaben ein Christie Boxer 4K30 und ein Christie Crimson WU25 im Zusammenspiel mit einem Christie Pandoras Box Medien- und Showcontrolsystem der Symbiose aus Musik und Video den nötigen technischen Rahmen.

 

Projektion als Schlüssel für lebendige Bilder

Der Christie Boxer4K30 wurde schwebend über dem Front of House (FoH), der Christie Crimson WU25 direkt über der Bühne installiert. Projiziert wurde unter anderem auf schwarze Bühnengaze, die in mehreren – insgesamt bis zu sieben – einzelnen Streifen gehängt wurde und das insgesamt sehr variantenreiche Setting unterstrich: Sie diente als Backdrop, gleichzeitig auch als Bühnenvorhang. Mit Gaze besetzte, beleuchtete Ringe konnten ebenfalls als Projektionsfläche dienen und die Musiker nach Bedarf in Szene setzen. Die vorderen Projektionsflächen waren dabei bis zu 16 m breit und in der Höhe variabel, die hinteren ca. 12 x 8 m groß.

 

„Nicht nur die Flexibilität des Setups war wichtig, auch sollten die Bilder vor allem lebendig und organisch rüberkommen“, so Matt Finke. Dies war am besten mit einem Videomapping zu erzielen, dass für einen weicheren und natürlicheren Look sorgt und auch individuelle Anpassungen an die Lichtverhältnisse vor Ort erlaubt. „Da nicht zu viele Projektoren zum Einsatz kommen sollten, die zu bespielenden Hallen aber sehr unterschiedlich in Größe und Gestaltung waren, war die Lichtleistung ein entscheidendes Kriterium für die Auswahl.“ Mit 30.000 (Christie Boxer4K30) bzw. 25.000 Ansi Lumen (Christie Crimson WU25) konnten die beiden Geräte durchweg überzeugen.

 

Signalsteuerung und Playout mit Pandoras Box Widget Designer und Christie Pandoras Box

„Das Spannende an diesem Projekt war, dass das Videodesign einen essentiellen Part der Live-Show darstellte und wir möglichst flexibel auf das Geschehen auf der Bühne reagieren sollten“. So habe man zum Beispiel in Echtzeit und komplett ohne Timecodes gearbeitet. Rund 40 Prozent des während der Show eingespielten Contents bestand aus Echtzeitgrafik, 60 Prozent aus Playback-Clips.

 

Zum voll redundanten Setup gehörten auch mehrere Live-Kameras, darunter zwei 3D-Kameras, mit deren Hilfe ein genaues Vektorenabbild von Leadsänger Garvey erstellt werden konnte, um so zusätzliche Special-Effects zu kreieren, die nach Bedarf abrufbar waren.

 

Alle Signale liefen in der Live-Videoregie auf, wo Finke -genau wie Glatthor in der Lichtregie- die ganze Show live drückte. „Chris und ich haben uns immer sehr genau abgestimmt, die Show sehr variabel gehalten, um uns Reas Aktionen auf der Bühne anzupassen“. 

 

Das komplette System darunter Back-up-Schaltungen und alle Eingangssignale, wurde vom Widget Designer gesteuert. Auch der Status der Projektoren war so jederzeit abrufbar. Pandoras Box Manager agierte als Mainhub, u. a. für das gesamte Playback. Auch für das Routing der Live-Signale, die über DVI- bzw. HD-SDI-Input-Karten zugeführt werden, war das System zuständig.

 

Vervollständigt wurde das Setup von zwei Racks, ein (kleines) im FoH, das für die gesamte Steuerung sorgte in das unter anderem zwei Pandoras Box Manager (Main und Backup) integriert waren. Das große Rack für die Videoregie im Bühnenbereich umfasste zwei Pandoras Box Medienserver für Main/Backup DVI- und HD-SDI-Kreuzschiene und ein Notebook für die Kontrolle der Projektoren.

 

Für das Preview der Geräte an der Bühne entschied sich loop light gegen den Einsatz eines dedizierten Bildweges im FoH – und damit verbundene zusätzliche Verkabelung. Stattdessen liefert eine im Videoregie-Rack installierte Webcam den virtuellen Blick auf den Preview-Monitor.

 

„Ich denke, das Ergebnis zeigt, wie mit integrierten Ressourcen ein flexibles und überraschendes Setup erreicht werden kann, dass nicht nur leistungsmäßig überzeugt, sondern auch kreativ einiges an Potential birgt“, fasst Matt Finke zusammen. Und ergänzt: „Die Arbeit im Team war klasse und es war einfach schön, mal wieder auf Tour zu sein“.